Feldjäger
Militärpolizei der Bundeswehr — Verkehrsreglung, Streife, Ermittlungen, Gefangenenbehandlung. Im Volksmund: die "Greifer." Die Truppe hat eine Meinung über den Feldjäger. Der Feldjäger hat eine Meinung über die Truppe. Beide behalten sie für sich.
Feldjäger sind die Militärpolizei der Bundeswehr — und damit die unbeliebteste und zugleich eine der gefragtesten Verwendungen. In der Truppe heißen sie manchmal "die Greifer". Das ist keine Beleidigung, das ist strukturelle Realität: Militärpolizei erzeugt in jeder Armee eine ambivalente Wahrnehmung. Damit muss man leben können. Was du wirklich machst: Streife auf Kasernenanlagen und in Einsatzgebieten, Verkehrsregelung bei Truppenbewegungen, Übergaben und Sicherung von Gefangenen, Unfallaufnahme, Ermittlungen bei Straftaten von Soldaten. Das Verhältnis sieht so aus: Etwa 60 bis 70 Prozent des Dienstbetriebs sind Streife, Wachdienst und Verkehrsregelung — die Aufgaben, die man kennt, aber nicht immer glamourös findet. Der Rest ist das, was im Werbevideo gezeigt wird: Ermittlungen, Lagereinsätze, Gefangenentransport. In Auslandseinsätzen (KFOR, UNIFIL, Mali) sind Feldjäger fast immer präsent. Sie regeln Zufahrten, begleiten Konvois und ermitteln vor Ort. Das ist anspruchsvolle Arbeit mit echter Verantwortung. Entscheidungsbefugnis ist real: Feldjäger haben gegenüber allen Soldaten der Bundeswehr Anhalte- und Kontrollbefugnisse, unabhängig vom Dienstgrad des kontrollierten Soldaten. Das erfordert Rückgrat und Urteilsvermögen.
Grundausbildung (drei Monate), gefolgt von der Feldjägerausbildung an der Feldjägerschule in Sonthofen (Bayern). Die Fachausbildung dauert circa vier bis fünf Monate und umfasst Rechtskunde, Ermittlungstechnik, Führung von Kraftfahrzeugen, Schießen und taktischen Feldjägerdienst. Gesamtausbildungszeit bis zur ersten Verwendung: ca. sieben bis acht Monate.
Dienst in zwei- bis dreiköpfigen Streifen, abwechselnd Tag- und Nachtdienst, auch an Wochenenden und Feiertagen. In Kasernenwochen: Streife, Dokumentation, Verwaltung, Ausbildungsblöcke. In Übungslagen: Unterstützung des Truppenübungsplatzbetriebs, Konvoibegleitung, Lagerordnung. Ermittlungsphasen kommen unregelmäßig hinzu und erhöhen den Schreibaufwand erheblich.
Feldjäger starten als Feldjäger (Mannschaftsdienstgrad) und können relativ schnell in die Unteroffizierslaufbahn wechseln, da Bedarf besteht. Vom Feldwebel bis zum Hauptfeldwebel als Truppführer sind fünf bis acht Jahre realistisch. Die Laufbahn bietet auch Optionen zum Beamten des mittleren Polizeivollzugsdienstes der Bundeswehr.
Zivile Anerkennung ist möglich, aber nicht automatisch. Einzelne Bundesländer bieten Feldjägern erleichterten Quereinstieg in die Landespolizei an — das hängt vom Landesrecht und dem aktuellen Personalstand ab. Unbedingt vor der Verpflichtung prüfen, nicht nach. Für private Sicherheitsunternehmen und Detekteien ist die Ausbildung klar verwertbar.
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Feldjäger (Heer) — Frequently Asked Questions
Q01Is Feldjäger in the Heer (Germany) worth it?
Q02What does the Heer tell recruits about Feldjäger?
Q03What is Feldjäger in Germany actually like according to veterans?
Q04What does a Feldjäger do in the Heer?
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